Vegane Woche, Tag 1

28. Juni 2010

Wie fange ich da jetzt an?

Nein, ich bin nicht unter die Fanatiker gegangen. Also zumindest nicht mehr als sonst.

Angeregt durch eine Promotions- und Informationskampagne meines Arbeitgebers habe ich überlegt, für Klima, mich, den Planeten und … naja, von mir aus, die Tiere, eine vegane Woche einzulegen. (Also natürlich nur, was die Ernährung angeht, ich wollte jetzt nicht unbedingt die Hälfte meiner Schuhe wegwerfen.) So als gutes Vorbild, um zu zeigen, dass es geht und eigentlich auch ganz nett ist… aber ich fürchte, dafür bin ich zu schwach. Ich kenne das ja aus dem familiären Umfeld und weiß, was das so alles mit und nach sich zieht… dafür bin ich noch nicht reif. Aber eine Woche vegetarisch, ja, das kriege ich hin. Ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, für mich ohne Weiteres umsetzbar, erfordert aber trotzdem ein gewisses Bewusstsein.

Um die Vorbildsache nicht ganz außen vor zu lassen (kommt irgendwie so blöd, wenn du denen vorschlägst, doch mal ne Woche vegan zu essen, und dann schön… Schinkenrührei oder so…), werde ich ein, zwei vegane Tage einlegen, je nachdem, wieviel ich schaffe.

Zum bisherigen Verlauf: die offizielle “Vegane Woche” läuft zwar von heute bis Sonntag, aber da ich am Freitag aus gegebenem Anlass ohne (selbstauferlegte) Einschränkungen essen und trinken möchte, habe ich meine vegetarische Woche bereits am Samstag begonnen und kann voller Stolz berichten, heute schon den dritten fleisch- und fischlosen Tag in Folge zu verbringen. Klar, bei Brötchen und Schokolade muss man sich nicht sonderlich einschränken, aber auf meine Speisenwahl beim Griechen gestern hatte das schon einen erheblichen Einfluss.

Ein Rückblick über das heutige Programm zeigt aber auch gleich die Knackpunkte für einen veganen Tag:

Frühstück: Quarkschnecke vom Bäcker. Gibt’s leider nicht ohne Kuh.

Mittag: Mensa: Kartoffeln, Mais, gemischtes Gemüse. Kein Problem. (Oder könnte Butter dran sein?) Aber die Rahmsoße mit Spinat drin geht schon mal nicht.

Nach-dem-Mittag: Mensa-Kaffee ist der beste. Aber eben nur der mit Kuh-Milch. Ohne ist mir zu hart. Ersatz aus Soja muss ich erst testen. Aber der geht dann nur zu Hause oder bei teuer.

Nachmittag: Der Zupfkuchen beim (anderen) Bäcker hat mich einfach zu sehr angelacht. Er schmeckte nach Butter. Vom Quark aus Kuhmilch mal ganz abgesehen. Ob auch Ei im Teig war?

Abend: Freibad ohne Gummitiere macht doch keinen Spaß. Aber diese wiederum ohne Gelatine (geht noch) und Bienenwachs (jetzt wird’s heikel) sind selten und wenn lecker, dann meist auch teuer. Brötchen als eines meiner Grundnahrungsmittel ist zum Glück rein pflanzlich. (Bitte, liebe Hefen, nicht böse sein, ich mag euch auch.) Aber beim Mozzarella hatte eine Kuh ihre Finger im Spiel.

Für morgen sind veganer Brotaufstrich, Soja-Drink, Soja-Dessert und Müsli ohne Milch(schokolade) und Honig besorgt. Gemüse und Tofu sind ja eh im Kühlschrank. Man darf gespannt sein. (Billig ist das ganze jedenfalls nicht. Oder zumindest nicht für so Anfänger wie mich.)

Und jährlich grüßt die Eitelkeit

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